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Vorsorge- und Notfallregelung

Die Gabe, eige­ne Ent­schei­dun­gen tref­fen zu können,
soll­ten wir nut­zen, solan­ge wir sie besitzen.

 

Not­fall­ak­te: Was pas­siert, wenn Sie als Not­fall ins Kran­ken­haus ein­ge­lie­fert wer­den müs­sen? Vie­le Aspek­te müs­sen berück­sich­tigt wer­den: All­er­gien, die der­zei­ti­ge Medi­ka­men­ten­ein­nah­me und etwai­ge Krank­heits­vor­ge­schich­ten. Sie sind allein zu Hau­se, die Kin­der woh­nen weit weg oder sind nicht erreich­bar und der Nach­bar ruft den Not­arzt. Für Ärz­te sind Sie ein lee­res wei­ßes Blatt, lebens­not­wen­di­ge Infor­ma­tio­nen feh­len und im Zwei­fel kommt jede Hil­fe zu spät.

Eine gut erreich­ba­re und sicht­ba­re Not­fall­ak­te ist (nicht nur für Senio­ren) uner­läss­lich. Von der kleins­ten All­er­gie bis hin zu Arzt­be­rich­ten, Medi­ka­men­ten­plan und Ansprech­part­ner sind hier alle wich­ti­gen Infor­ma­tio­nen sofort greif­bar. Ich stel­le mit Ihnen (ggfls. auch zusam­men mit Ihren Ange­hö­ri­gen oder dem Haus­arzt) die not­wen­di­gen Unter­la­gen zusam­men. Den Stand­ort die­ser Akte kön­nen sie in der Not­fall­do­se, die sich in Ihrer Kühl­schrank­tür befin­den soll­te, dokumentieren.

 

Vor­sor­ge­voll­macht — Betreu­ungs­ver­fü­gung — Pati­en­ten­ver­fü­gung: Auch die­se Unter­la­gen befin­den sich der Not­fall­ak­te, damit im Fall des Fal­les alle Fra­gen geklärt sind:

Mit einer Vor­sor­ge­voll­macht räu­men Sie einer Per­son Ihres Ver­trau­ens das Recht ein, in Ihrem Namen stell­ver­tre­tend und ent­spre­chend Ihren fest­ge­leg­ten Wün­schen zu han­deln, z.B. wenn Sie selbst nicht mehr in der Lage sind, über Ihre per­sön­li­chen Ange­le­gen­hei­ten zu entscheiden.

Mit der Betreu­ungs­ver­fü­gung kön­nen Sie bereits im Vor­aus fest­le­gen, wel­che Per­son Ihres Ver­trau­ens das Gericht als recht­li­che Betreu­ung bestel­len soll.  Mit die­ser Ver­fü­gung kön­nen Sie auch bestim­men, wel­che Wün­sche und Gewohn­hei­ten, z.B. im etwai­gen Pfle­ge­fall, respek­tiert und berück­sich­tigt wer­den sollen.

Mit einer Pati­en­ten­ver­fü­gung kön­nen Sie für den Fall einer Ent­schei­dungs­un­fä­hig­keit vor­ab schrift­lich fest­le­gen, ob Sie in bestimm­te medi­zi­ni­sche Maß­nah­men ein­wil­li­gen möch­ten. Hier­durch wird Ihrer Ver­trau­ens­per­son eine gro­ße Last abge­nom­men, da ihr “nur noch” obliegt, für die ent­spre­chen­de Durch­füh­rung der Behand­lun­gen zu sor­gen, die Sie fest­ge­legt haben. 

 

Wuss­ten Sie eigentlich…

dass mit Ein­tre­ten der Voll­jäh­rig­keit Ihres Kin­des die voll­um­fäng­li­che, gesetz­li­che Ver­tre­tung der Eltern ent­fällt? Das heißt, ab die­sem Tag ist Ihr Kind (nicht nur) in einem gesund­heit­li­chen Not­fall voll­kom­men auf sich allein gestellt und Sie haben im Zwei­fel kei­ne Rech­te, über die wei­ter Behand­lung und Betreu­ung Ihres Kin­des zu ent­schei­den. Eine Vorsorge- und Not­fall­re­ge­lung ist also nicht nur für die Älte­ren unter uns wich­tig! Um im Not­fall einen hand­lungs­fä­hi­gen Ver­tre­ter zu haben, soll­ten Sie sich mit Ihrem voll­jäh­ri­gen Kind recht­zei­tig um nöti­ge Voll­mach­ten kümmern.

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