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(Un)Ordnung ist menschlich

Ursache & Wirkung

Unord­nung brei­tet sich zunächst unauf­fäl­lig nach und nach aus, vie­les wird irgend­wie oder irgend­wo abge­legt. Es ent­ste­hen erst Ansamm­lun­gen, dann Kram-Ecken, das Gerümpel-Zimmer und schlimms­ten­falls brei­tet sie sich im gesam­ten Wohn- bzw. Arbeits­be­reich (ger­ne auch im Kel­ler) aus. Ein Pro­zess, der sich über die Jah­re ent­wi­ckeln kann. Der Ver­stand fin­det immer wie­der auf­schie­ben­de Aus­re­den, jedoch bleibt die See­le meis­tens auf der Stre­cke und das inne­re Cha­os macht sich mehr oder min­der bemerkbar.

Ord­nung schafft Klar­heit und Struk­tur, die­se geben uns Halt und machen den All­tag — unser Leben — leich­ter. Zunächst bedarf es klar defi­nier­ter Räu­me, sor­tiert nach Kate­go­rien und Not­wen­dig­keit benö­tigt auch jedes Ding im Raum einen fes­ten Auf­be­wah­rungs­ort. Hier und da bedarf es eini­ger Ord­nungs­hilfs­mit­tel zur leich­te­ren Auf­be­wah­rung von Papie­ren oder bes­se­ren Erreich­bar­keit klei­ne­rer Din­ge. Durch ein paar geziel­te Rou­ti­nen wird das Ord­nung hal­ten in den All­tag inte­griert. Such- oder Auf­räum­ak­tio­nen wer­den somit ver­mie­den und es bleibt Zeit & Muße für Ihren per­sön­li­chen Freiraum.

 

Ordnung, die für alle passt

Ord­nung muss auf Ihre indi­vi­du­el­len Bedürf­nis­se, die räum­li­chen Mög­lich­kei­ten und auf Ihren All­tag zuge­schnit­ten sein. Dar­über hin­aus sind die „ordent­li­chen Vor­stel­lun­gen“ des Part­ners, der Mit­be­woh­ner bzw. der Mit­ar­bei­ten­den zu beach­ten, denn so man­che Ord­nungs­wel­ten pral­len ganz schön auf­ein­an­der. Die Lösung heißt Kom­pro­mis­se fin­den, nur so funk­tio­niert eine dau­er­haf­te Ord­nung und Orga­ni­sa­ti­on – für alle.

 

Das (un)ordentliche „Warum“

Doch war­um sind man­che Men­schen eigent­lich mehr oder weni­ger (un)ordentlich? Dafür gibt es — neben tie­fer­grei­fen­den Ursa­chen — ganz häu­fig typi­sche, eben mensch­li­che Beweggründe:

(Un)Sicherheit — Din­ge oder Papie­re kön­nen zukünf­tig “bestimmt noch­mal gebraucht wer­den”, obwohl schon lan­ge die Auf­be­wah­rungs­frist abge­lau­fen ist bzw. Din­ge seit Jah­ren nicht mehr benö­tigt wur­den oder defekt im Kel­ler ver­stau­ben. Das macht die Schrän­ke und Räu­me (zu) voll.

See­li­sche Über­for­de­rung - Der Ver­lust eines gelieb­ten Men­schen sowie ande­re Schick­sals­schlä­ge und Her­aus­for­de­run­gen des Lebens neh­men uns alle Kraft. Die­se kön­nen zu see­li­schen Blo­cka­den füh­ren, davor ist nie­mand gefeit. Das inne­re Cha­os spie­gelt sich dann im Außen wieder.

Viel­be­schäf­ti­ge haben eine Men­ge „um die Ohren“ und benö­ti­gen in ihrer sehr knap­pen Frei­zeit drin­gend Erho­lung. Sie schaf­fen es daher (nicht nur zeit­lich) nicht, sich um bestimm­te Auf­räum­pro­jek­te zu kümmern.

Krea­ti­ve Frei­geis­ter kon­zen­trie­ren sich mehr auf inne­re Bil­der, Spon­ta­ni­tät und Impro­vi­sa­ti­on. Sie ver­lie­ren sich oft in ihren krea­ti­ven Impul­sen und benö­ti­gen mehr Ener­gie, um Ord­nung und Struk­tur zu schaffen.

Hoch­sen­si­ble brau­chen ein Zuhau­se, in dem sie sich von den Rei­zen des All­tags erho­len kön­nen, das ist für sie lebens­not­wen­dig. Sie sind schnel­ler “genervt”, wenn zu viel Kram her­um­liegt, die abge­stell­te Tasche im Weg ist, das Licht zu hell ist oder sie etwas nicht sofort finden.

(Zu) klu­ge Köp­fe kön­nen die prak­ti­sche Hand­lung “Ord­nung schaf­fen” als läs­tig emp­fin­den — weil sie lang­sa­mer han­deln müs­sen als ihr Kopf denkt und somit eine geis­ti­ge Unter­for­de­rung auf­tre­ten kann. Stun­den­lang kom­ple­xe, z.B. phy­si­ka­li­sche oder medi­zi­ni­sche Zusam­men­hän­ge ord­nen, das ist ihre eige­ne Ordnungswelt.

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